Eisenberger Garten- und Landschaftsbau Uli Rosenkranz verzeichnet im 25. Jahr des Bestehens eine gute Auftragslage. Neben Arbeiten für private Auftraggeber an zahlreichen Projekten in der Region mitgewirkt. Eisenberg. Auch wenn der Winter soeben seine weiße Pracht in aller Fülle über die Landschaft gelegt hat, bleibt für die Mitarbeiter der Eisenberger Firma Garten- und Landschaftsbau Uli Rosenkranz genug zu tun. "Wir erledigen unter anderem Baum- und Strauchschnitt für Kommunen, Baumfällungen und -pflanzungen", sagt Ulrich Rosenkranz. "Sobald das Wetter es zulässt, geht es los mit drei privaten Bauaufträgen in Jena und Weißenfels." Unterdessen kümmert sich der Chef der vor 25 Jahren gegründeten Firma um Ausschreibungen für größere Projekte in der Region. Die Auftragslage sei durchaus gut, wenn auch nicht mehr so stark wie nach der Wende, als es einen großen Nachholebedarf auf diesem Gebiet gab. Der Anteil der privaten Aufträge liege bei 30 bis 40 Prozent und sei für sein Unternehmen mit zurzeit zehn Mitarbeitern und zwei Auszubildenden eine "wichtige kalkulierbare Größe", teilte der Gärtnermeister anlässlich eines Besuchs von Landrat
Andreas Heller (CDU) gestern mit. Schon im Winter gebe es eine ganze Menge Anfragen für das Frühjahr. Die Bundesgartenschau in Gera 2007 trug mit die gärtnerische Handschrift der Eisenberger. Im vergangenen Jahr gestaltete Ulrich Rosenkranz mit seinen Mitarbeitern zur Landesausstellung in Sachsen-Anhalt den Garten der Naumburger Meister am Dom. Auf dem hinteren Domhof legten sie altes Pflaster, schufen eine große Veranstaltungstreppe sowie eine Weinbergterrasse und pflanzten 99 Weinstöcke. "Neu war, dass die Erbauer des Doms zum Beispiel an Säulen florale Elemente der Gegend verwandten, wie Beifuß, Efeu, Silberdistel und Weinblätter. Diese Bildsprache greift der Garten der Meister auf, Besucher des Doms können die Pflanzen also auch in Natura im Garten betrachten", erklärt Ulrich Rosenkranz. In diesem Jahr sollen ab Ende Mai die Arbeiten am Weißenfelser Busplatz beginnen, zunächst das Aufstellen und Befestigen von Bänken, Papierkörben und Wartehäuschen. Im Herbst werden die Eisenberger dann 20 große Platanen pflanzen. Die Firma leiste aber auch Ausgleichsarbeiten, gestalte Spielplätze und vieles mehr.
Ulrich Rosenkranz verwies gestern auch auf den zunehmenden Leerstand alter Höfe in den Dörfern des Saale-Holzland-Kreises. "Diese Immobilien sollten wir doch mehr in dem Ballungsraum um Halle und Leipzig vermarkten", schlug er vor. Dabei zeigte er viel Herz für seinen Beruf. "Ich berate gern Menschen, die sich hier so ein altes Gehöft zulegen, denn da kann man viele Fehler machen", sagte Rosenkranz, der sich auch als Gemeinderat in der Gemeinde Heideland engagiert. "Es gibt oft kleine Elemente in diesen Häusern, die sie besonders liebenswert machen. Ich versuche, möglichst viel davon zu erhalten, das Dörfliche mit seinem historischen Charakter und moderne Lebensansprüche miteinander zu verbinden." Der Wettbewerb sei durchaus hart. Die neue Abgasnorm für Kraftfahrzeuge werde zudem wohl dazu führen, dass "wir vorfristig in die 3. Generation an Fahrzeugen investieren müssen", so Rosenkranz. Auch in der Ausbildung gebe es Probleme: Kamen vor wenigen Jahren noch 25 Bewerber auf eine Lehrstelle, "so sind es jetzt zwei bis drei". Kommunen würden in diesem Bereich weniger ausbilden. Das Wachstum in der Branche sei begrenzt. So werde das endgültige Aus für die theoretische Ausbildung von Gärtnern an der Berufsschule in Gera wohl auch kaum zu vermeiden sein.
Margit Kasper / 10.02.12 / OTZ