Gemütlicher Abend in Eisenberger Stadthalle für alle, die mit ihrem Engagement das Weihnachtstal 2011 unterstützten
Eisenberg. Rund 80 Helfer, die auf vielfältige Weise zum Gelingen des Weihnachtstals 2011 im Mühltal beigetragen haben, waren am Donnerstagabend in die Eisenberger Stadthalle gekommen. Beim gemütlichen Beisammensein, bei dem auch für Essen und Trinken bestens gesorgt war, ließen sie die Erinnerungen an das Weihnachtstal noch einmal Revue passieren. Robert Schieferdecker, Vorsitzender des Freizeitsportvereins (FSV) Einheit Eisenberg, sprach allen ein ganz großes und herzliches Dankeschön für ihr ehrenamtliches Engagement aus.
Insgesamt waren beim Weihnachtstal allerdings mehr als doppelt so viele Helfer an den verschiedensten Stellen im Einsatz. Sie kamen aus den Polizeiinspektionen Eisenberg und Stadtroda, von den Freiwilligen Feuerwehren Eisenberg, Weißenborn, Bad Klosterlausnitz und Tautenhain, vom DRK Eisenberg. Mit Tat und Rat dabei waren aber auch Vertreter der Ordnungsämter des Landratsamtes, von Eisenberg und Bad Klosterlausnitz, Mitglieder des FSV Einheit und nicht zuletzt Busfahrer der JES Verkehrsgesellschaft. Ihnen sprach Schieferdecker ein ganz besonderes Kompliment aus, da sie auch unter größtem Druck und Stress die Ruhe bewahrten und sogar so manchem Besucher mit freundlichem Rat zur Seite standen. Die JES hatte zum Weihnachtstal-Wochenende 16 Busse eingesetzt, die insgesamt rund 15 000 Besucher aus allen Teilen Deutschlands, darunter viele Kinder, von 9.30 Uhr bis in die Abendstunden zu den Ein- und Ausgängen des Mühltals fuhren. Dieses hatte sich nach einer Pause im Vorjahr am dritten Adventswochenende 2011 zum fünften Mal in das romantische Weihnachtstal im Schein von Fackeln und bunten Lichtern verwandelt.
Verzaubert von der Atmosphäre war auch Thüringens Ministerpräsidentin
Christine Lieberknecht (CDU), die das Weihnachtstal zum ersten Mal besucht hatte und es als "tolle Idee" würdigte. Schieferdecker hält gemeinsam mit Thomas Grebe von der Sparkasse Jena-Saale-Holzland sowie Andreas Günther und Michael Sumser von der Konzept Team Gera GmbH die Fäden für die Organisation in der Hand, unterstützt von Behörden und Einrichtungen der Region. Bewährt hat sich nach seinen Angaben eine gemeinsame Einsatzleitung von Feuerwehr und DRK, die die Einsätze koordinierte und ständig Kontakt zu Polizei, Ordnungsamt, Veranstaltern, der JES-Verkehrsgesellschaft und der Rettungsleitstelle Jena hielten. Zudem bemühten sich die Organisatoren und Helfer, einen Überblick über die Parkplatzsitua- tion zu behalten, damit möglichst alle Besucher auf freie Parkplätze geleitet werden können. "Wir wollen versuchen, hierbei in diesem Jahr noch besser zu werden", sagte Schieferdecker. Die vielen freiwilligen Helfer, die Mehrzahl schon zum fünften Mal dabei, übernahmen unzählige Aufgaben, um zum Gelingen des Weihnachtstals beizutragen. Sie wiesen unter anderem Besucher auf den Parkplätzen beziehungsweise an den Eingängen zum Mühltal in Kursdorf und in Weißenborn
Schieferdecker. Insgesamt 20 Mal leisteten die Einsatzkräfte des DRK an ihren drei Standorten im Mühltal Hilfe. Zwei Besucher mussten ins Krankenhaus gebracht werden. "Das Konzept für das Weihnachtstal hat sich bewährt. Hier wird deutlich, was Ehrenamt bewirkt", sagte der FSV-Chef. Das Tal habe weit über Thüringen hinaus einen guten Ruf erlangt. Danken wolle er natürlich auch allen, die sich aktiv an der traditionellen Parade der Weihnachtsmänner mit Wichteln und Elfen zwischen Robertsmühle bei Kursdorf und Milos Waldhaus bei Weißenborn beteiligten sowie den Sponsoren. Er hoffe, dass alle in diesem Jahr wieder mit dabei sind. Das Weihnachtstal sei "ein schönes Aushängeschild für die Stadt", sagte der Eisenberger Bürgermeister Ingo Lippert (SPD).
Landrat
Andreas Heller (CDU) würdigte den persönlichen Einsatz der Helfer: "Was Sie leisten, ist in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich." Er wünsche sich mit Blick auf die junge Generation, dass daran gedacht werde, wie der Staffelstab weitergereicht werden könne. Thomas Grebe freute sich darüber, dass viele Besucher des Weihnachtstales angekündigt hätten, auch im Sommer zurück ins Tal zu kommen. Die Konzept Team-Verantwortlichen hielten noch eine Überraschung bereit: Jeder Helfer erhielt eine Freikarte für die Schwarzbiernacht in Jena.
Margit Kasper / 14.01.12 / OTZ