Wirtschaftsminister Matthias Machnig, Kurator Wolfgang Fiedler, Museumsdirektorin Ulrike Kaiser, DKB-Vorstandsmitglied Stefan Unterlandstättner und Landrat Andreas Heller hinterlassen zur Einweihung des Torhauses der Nachwelt Grüße.
Es war einst Kaserne für die Wachmannschaften des Leuchtenburger Zuchthauses, mal Museum und später Jugendherberge die Geschichte des 1836 bis 1842 erbauten Torhauses ist vielfältig.
Seitenroda. Jetzt wird ein neues Kapitel aufgeschlagen. Nach acht Monaten Bauzeit präsentiert sich das Gebäude völlig neu. Entstanden ist ein 120 Quadratmeter großer Ausstellungssaal mit Kamin und moderner Technik, Garderobe und behindertengerechter Toilette. Untergebracht sind außerdem die Büroräume der Burgverwaltung. Die offizielle Einweihung, die gestern
Wolfgang Fiedler , Kurator der Stiftung Leuchtenburg, und Thüringens Wirtschaftsminister
Matthias Machnig (SPD) vornahmen, gilt als erster wichtiger Bauabschnitt der "Porzellanwelten Leuchtenburg". Von gut angelegtem Geld sprach der Minister. Vor allem das Konzept habe ihn überzeugt. Investiert werden in das Projekt, das neben der Sanierung des Torhauses und des Logierhauses den Bau eines Besucherzentrums vorsieht, insgesamt zehn Millionen Euro. Das Wirtschaftsministerium fördert das Vorhaben aus Tourismusmitteln mit sieben Millionen Euro. Für Machnig sei die Leuchtenburg mit der Verbindung zum traditionellen Porzellanstandort Kahla ein strategisch wichtiges Tourismusprojekt.
Hermsdorf wurden Porzellanobjekte in Miniatur hergestellt. "Damit haben wir Ende 2011 den ersten Rekord der Burg aufgestellt", sagt Ilka Kunze, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit der Stiftung. Im Torhaus selbst werden noch im Frühjahr edle Porzellanexponate zur Schau gestellt, die bislang noch nicht zu sehen waren. Insgesamt 200 ausgewählte Objekte sollen die Thüringer Porzellangeschichte vorstellen darunter Unikate, die die Bodenmarke "Leuchtenburg" tragen. Genutzt wurde die Einweihung auch dazu, der Nachwelt einen Gruß zu hinterlassen. Die Idee dazu bot eine Flaschenpost aus dem Jahr 1925, die während der Arbeiten im Torhaus gefunden wurde. Ein Presseartikel über den Fund, der aus der Flasche stammende Brief, eine aktuelle OTZ-Ausgabe und ein Gruß der Versammelten an die Nachwelt wurden in einer Hülse vor dem Torhaus vergraben.
Annett Eger / 14.01.12 / OTZ