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Damit es Heller wird
im Saale-Holzland!

Statistik

Der Saale-Holzland-Kreis zählt zu den „jüngeren“ Kreisen im Thüringer Vergleich, die Gruppe der jüngeren Einwohner ist etwas überdurchschnittlich vertreten. In keiner Region des Landes verlassen Frauen seltener den Kreis. Der Arbeitsmarkt und die ökonomische Lage präsentieren sich entspannt, mit knapp 57 % geht ein überdurchschnittlich hoher Anteil der Bevölkerung einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung nach. Die Anteile arbeitssuchender und arbeitsloser Bevölkerung liegen unter dem Durchschnitt, es gibt relativ wenige EmpfängerInnen von Arbeitslosengeld. Die Arbeitslosenquote ist auf 7,1% bis Ende 2011 gesunken, auch Risikogruppen sind relativ gut in den Arbeitsmarkt integriert. Der Anteil an Kindern mit Bezug von öffentlichen Leistungen ebenso wie der Anteil an Personen mit Grundsicherung nach SGB XII liegt deutlich unter dem Durchschnitt, verhältnismäßig wenige beziehen Leistungen nach den Kap. 5-9 des SGB XII.
 
Die Betreuungsangebote werden überdurchschnittlich von den Familien in Anspruch genommen. Nirgends sind die Angebote an Ganztagsbetreuung so hoch wie hier. Nach der Steigerung der Absolventen mit Hochschulreife von 26 % in 2006 auf 39 % in 2009 wird der Anteil der Schüler mit Hochschulreife prozentual weiter anwachsen und die Bildungsqualität im SHK zunehmen. Die Zahl der Ärzte bzw. Hausärzte im SHK bleibt entgegen der Entwicklung in anderen Regionen weitgehend stabil. Die Betreuungsrelation wird sich weiter positiv entwickeln und liegt noch erheblich über dem Landesdurchschnitt von 1.396 Einwohnern je Arzt.
 
Die Bevölkerung nimmt überdurchschnittlich ihre Chance zur politischen Teilhabe wahr, nur im Landkreis Eichsfeld war 2009 die Wahlbeteiligung höher. Der SHK ist einer der wenigen Landkreise in Thüringen, der seit 1999, mit kurzer Unterbrechung wegen Personalwechsel in 2011, ein Seniorenbüro vorhält. Darüber hinaus trat in 2010 die vom Kreistag beschlossene Förderrichtlinie "Seniorenarbeit vor Ort" im SHK in Kraft, womit auch lokale Seniorenaktivitäten dezentral finanziell unterstützt werden.
 
Trotz der im Vergleich relativ guten Prognose wird der SHK bis 2025 voraussichtlich 12 % der Bevölkerung verlieren (14 % bis 2030), was einer Stadt wie Eisenberg mit 12.300 Einwohnern entspricht. In keinem anderen Landkreis gibt es so hohe Bevölkerungsbewegungen, insbesondere bei den 18-25 Jährigen, was vor allem mit Jena zusammenhängt. Am Arbeitsmarkt wird sich dies schon kurzfristig in einem erhöhten Wettbewerb um Auszubildende und (qualifizierte) Arbeitskräfte sowie im Bedeutungszuwachs älterer Arbeitnehmer äußern. Dabei wird der Anteil von Teilzeitbeschäftigten im SHK weiter anwachsen (von 13,2% in 2003 auf 17,4% in 2010).
 
Auch wenn die befristet erwerbsunfähigen Hilfeempfänger weniger werden, werden sie immer jünger. Im Sozialbereich steigen aufgrund höherer Standards die Ausgaben bei Integrationshelfern, ambulantem betreuten Wohnen oder der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderung und Werkstätten für behinderte Menschen. Diese Tendenz ist thüringen- und deutschlandweit zu beobachten. Die Einrichtungen für Kleinkinder müssen sich auf einen deutlich spürbaren Nachfragerückgang einstellen. Demzufolge werden auch die Schülerzahlen im SHK weiter abnehmen.

Diese Fakten legen dar, welche Herausforderungen vor uns stehen und welcher Aufgaben wir uns annehmen müssen. Darauf richte ich meine Arbeitsschwerpunkte aus, die Sie unter meinen Themen & Ziele nachlesen können. Für Hinweise und Ideen bin ich sehr dankbar.