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Damit es Heller wird
im Saale-Holzland!

Infrastruktur im ländlichen Raum

18 Jahre nach der Bildung des Saale-Holzland-Kreises haben wir gut funktionierende gewachsene Strukturen in Verwaltung und Wirtschaft, im Sozial-, Kultur- und Sportleben. Auch in Zukunft setzen wir auf die Eigenständigkeit unseres ländlichen Raumes. Mit unserem verabschiedeten Zweijahreshaushalt 2011/12 - seit 1994 konnten wir Jahr für Jahr ausgeglichene Kreishaushalte vorlegen - wurde ein wichtiger Schritt zum nachhaltigen Wirtschaften getan. Unsere kreisliche Pro-Kopf-Verschuldung wird kontinuierlich reduziert und die Zahl der Beschäftigten in der Kreisverwaltung entspricht den vorgegebenen Normen. Stetig sinkende Arbeitslosenzahlen, zur Zeit liegen wir bei 7,1 %, sind Beweis für eine stabile mittelständische Wirtschaft. Jetzt befinden wir uns in einer Phase, in der sich der ländliche Raum auf neue Herausforderungen einstellen muss, dies vor allem im Hinblick auf die demographische Entwicklung und knapper werdende öffentliche Mittel.

Besonders als Bioenergie-Region wollen wir punkten und durch nachhaltige Bioenergieerzeugung Wertschöpfung vor Ort schaffen. Dabei ist uns die Nähe zum Wissenschaftsstandort Jena sehr wichtig, um innovative Modellprojekte umzusetzen. Jedoch ist mir auch bewusst, Energiegewinnung aus Pflanzen darf nicht zu Lasten der Produktion von Nahrungsmitteln in der Landwirtschaft gehen. Hier kommt es auf ein vernünftiges Maß an, besonders im Sinne der Landschaftspflege. Als Landkreis setzen wir künftig auf eine gute Zusammenarbeit mit unseren Nachbarn, die in bestimmten Bereichen noch stärker ausgebaut werden sollte.

Umweltfreundliche Land- und Forstwirtschaft
 
Im ländlichen Raum ist eine wettbewerbsfähige Land- und Forstwirtschaft unerlässlich. Dabei ist alle Unterstützung bei der Produktion gesunder Lebensmittel, der Schaffung von Nachhaltigkeit in Land- und Forstwirtschaft und bei der Landschaftspflege im SHK zu gewährleisten. Durch intensive Zusammenarbeit von Kommunen, Agrar- und Forstbetrieben sowie anderen Leistungsträgern möchte ich regionale Wertschöpfungsketten, u. a. eine sinnvolle Abwärmenutzung, den Ausbau erneuerbarer Energien und ländlichen Tourismus weiterentwickeln. Meine besondere Aufmerksamkeit wird auch künftig der für den Landkreis bedeutsamen Arbeit der RAG (Regionale Aktionsgruppe) gelten. Ihr kommt eine aktive Rolle als Motor der Bioenergieregion zu. Ich fordere eine Reduzierung der Flächeninanspruchnahme und die Nutzung von Brachflächen für Ansiedlungen unter strikter Beachtung des Naturschutzes.

Eine weitgehend intakte Kulturlandschaft mit geschützten Naturräumen ist ein unbestreitbarer Standortvorteil unseres Landkreises. Ich stehe für die Interessen der land- und forstwirtschaftlichen Betriebe und Familien ein. Land- und Forstwirtschaft sind Produktionszweige mit hoher Wertschöpfung. Ich fordere den zügigen Ausbau der Fachschule für Haus- und Agrarwirtschaft in Stadtroda, um eine qualitativ hochwertige Ausbildung von jungen Nachwuchskräften in der Landwirtschaft zu garantieren. Naturschutz und Landwirtschaft sind für uns kein Gegensatz; sie haben im Landkreis den Weg miteinander gefunden. Dabei spreche ich mich für den sorgsamen Umgang mit Ressourcen, auch durch das Ausschöpfen von Einsparmöglichkeiten im privaten wie im öffentlichen Bereich aus. Die dauerhafte Erzeugung und den Einsatz regenerativer Energieformen werde ich auch unter Einbeziehung von Konzepten aus dem Programm „Bioenergieregion Jena-Saale-Holzland“ ausbauen.

Zum Erhalt unserer einzigartigen Naturlandschaft werde ich das schon bestehende Netzwerk mit freien Trägern und öffentlichen Bildungseinrichtungen bei der Umweltbildung erweitern sowie verstärkt Natur- und Umweltaspekte in die Arbeit der Regionalen Arbeitsgruppe Saale-Holzland einbringen. Wir müssen unseren Kindern eine Welt hinterlassen, in der es sich zu leben lohnt. Eine diesem Ziel verpflichtete nachhaltige Politik setzt die Bereitschaft voraus, bei allen politischen Entscheidungen nach den Wirkungen auf Umwelt und Natur zu fragen.
 
Ländliche Raum und Demographischer Wandel
 
Der ländliche Raum ist prägend für unsere Region. Die überwiegende Mehrzahl der Saale-Holzländer lebt in kleinen Gemeinden. Ich setze mich für den Bestand und die Entwicklung dieser ländlichen Strukturen ein. Die Veränderung in der Altersstruktur unserer Gesellschaft wird uns auch im Saale-Holzland-Kreis vor neue Aufgaben stellen, auf die wir vorbereitet sein müssen. Ich will mit Freude meinen Beitrag dazu leisten, unseren Landkreis wirtschafts- und familienfreundlich aufzustellen, damit sich junge Menschen für eine Zukunft hier bei uns entscheiden. Jung und Alt sollen gut im ländlichen Raum miteinander leben.

Infrastruktur und Mobilität

Im ländlichen Raum ist eine gut ausgebaute technische Infrastruktur sehr entscheidend. Die Mobilität der Bürger, vor allem der Kinder und der älteren Generation muss verantwortungsvoll durch einen optimalen öffentlichen Personennahverkehr mit kostengünstigen Alternativlösungen und einem intakten Straßennetz gewährleistet werden. Nach dem Beitritt zum Verkehrsverbund Mittelthüringen setze ich mich für neue Wege ein, wie die Ausweitung des Semestertickets auf Hauptbusstrecken, wo keine Bahnhofsanbindung vorhanden ist, für Studenten und Azubis.

Daseinsvorsorge von morgen bedeutet für unseren Landkreis auch die Weiterentwicklung der Handlungskonzepte in den Bereichen Energieversorgung, Abfallentsorgung, Verkehr, Schulen, Krankenhäuser und Seniorenpflege. Dabei werde ich effiziente Formen wie kreisliche Eigenbetriebe und landkreisübergreifende Zweckverbände realisieren.
 
Verkehrsnetz und Datenautobahn.
 
Mit der konsequenten Fortsetzung der Straßen- und Brückenbauprogramme werden im Landkreis für eine zukunftsfähige Infrastruktur richtungsweisende Weichen gestellt. Der weitere Ausbau von A4 und A9 um das Hermsdorfer Kreuz ermöglicht uns eine sehr gute überregionale Verkehrsanbindung und ist somit entscheidend für die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region. Um verkehrstechnisch gut erreichbar zu sein, werde ich mich für günstige Schienen- und Straßenanbindungen einsetzen. Ich befürworte eine benutzerfreundliche ICE-Anbindung und den weiteren Ausbau der Mitte-Deutschland-Bahnverbindung. Im Zuge des Ausbaus der Verkehrsinfrastruktur werde ich mich für eine effektive Umsetzung der Lärmschutzplanung für Gemeinden an den Autobahntrassen einsetzen. Meine Vorstellung ist es, dass man hierbei Schallschutzmauern mit Solarzellen durch Beteiligung von Stadtwerken und Energieversorgern in Betracht zieht.

Wir brauchen die Versorgung des ländlichen Raumes mit neuester Breitbandtechnologie, um durch moderne Kommunikationstechnik, besonders für unsere Firmen, die transport- und verkehrsunabhängigen Dienstleistungsstrukturen zu verbessern. Dem Ausbau von schnellen Internetanbindungen in den Gemeinden gilt meine besondere Aufmerksamkeit, wobei ich auch auf Funktechniken, wie die LTE-Technik setze. Ich werde mich dafür einsetzen, dass alle Gemeinden im Saale-Holzland-Kreis zügig ans schnelle Internet angeschlossen werden.